Eine Crowdfunding-Kampagne wollte Geld für Trumps Mauerprojekt sammeln — und scheiterte

2019 01 09T021958Z_1833292849_RC17CF8DFC80_RTRMADP_3_USA SHUTDOWN ADDRESSEine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform GoFundMe, die darauf abzielte, eine Milliarde US-Dollar für Donald Trumps Grenzmauer aufzubringen, wird eingestellt. Die Spenden sind deutlich unter dem gesetzten Ziel geblieben. Die bisher eingesammelten 20 Millionen US-Dollar werden den Spendern erstattet.

Ein Sprecher von GoFundMe, Bobby Whithorne, erklärte der amerikanischen Ausgabe von Business Insider, der Gründer der Mauer-Kampagne, Brian Kolfage, habe den Spendern zunächst versprochen, dass alle Spenden für eine Mauer an der Grenze zwischen den USA und Mexiko verwendet würden.

Kampagne verfehlt Ziel von einer Milliarde US-Dollar

Die Mauer war eines der zentralen Versprechen von Donald Trump während seines Wahlkampfs. Die Kampagne auf der Plattform GoFundMe hatte als Ziel eine Milliarde US-Dollar. Diese Summe sei jedoch nicht erreicht worden. „Dies bedeutet, dass alle Spender eine Rückerstattung erhalten“, sagte Whitorne zu Business Insider. 

Auch Initiator Kolfage — ein US-Veteran, der Trump unterstützt — hat am Freitag die Seite der Kampagne aktualisiert und Rückerstattungen angekündigt. Die Spender könnten ihr Geld jedoch auch an ein Non-Profit-Unternehmen mit dem Namen „We Build the Wall, Inc.“ (Deutsch: Wir bauen die Mauer) überweisen. So könne ihr Geld auf die eine oder andere Weise helfen, eine Mauer zu bauen. 

Kampagnen-Initiator will Mauer in kürzerer Zeit und für weit weniger Geld als die US-Regierung errichten

Die Mauer steht auch im Zentrum des Haushaltsstreits zwischen dem US-Präsidenten und den Demokraten, die seit dem Jahreswechsel die Mehrheit im Repräsentantenhaus stellen. Trump will die Finanzierung einer Mauer für 5,7 Milliarden US-Dollar sicherstellen, die Demokraten verweigern dies. Der darauffolgende Shutdown, der Stillstand der Regierung, dauerte nun schon 22 Tage und damit länger als alle anderen zuvor. 

In seinem Update schreibt Trump-Unterstützer Kolfage weiter, er habe sich an mehrere Experten aus den Bereichen „Recht, Politik, nationale Sicherheit, Bau und Finanzen“ gewandt und ein Team gegründet, das „über die Feiertage unzählige Stunden damit verbracht hat, alle Fragen im Zusammenhang mit dem Bau einer südlichen Grenzmauer zu überprüfen“. Sie seien „einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass die Regierung unsere Spenden nicht so bald annehmen kann.“ Aus diesem Grund würde seine neue gemeinnützige Organisation Spenden annehmen, die zuvor für die GoFundMe-Kampagne gemacht wurden. 

Laut Kolfage sei sein Team „sehr zuversichtlich“, dass sie bedeutende Teile der Mauer in kürzerer Zeit und für weit weniger Geld als die US-Regierung errichten könnte, während sie alle erforderlichen bürokratischen, technischen und ökologischen Anforderungen erfülle.

Facebook-Seite mit Verschwörungstheorien wurde gesperrt

Zu Business Insider sagte Kolfage, dass sein Team bereits Maßnahmen habe, um herauszufinden, an welchen Gebieten am häufigsten die Grenze illegal überquert werde und betroffene Landbesitzer zu ermutigen, ihnen das Land für kein oder nur wenig Geld zu überlassen. Das würde die Kosten für die Mauer senken. 

Die GoFundMe-Kampagne verbreite sich in der Woche ihrer Erstellung im Dezember schnell im Internet. Bald tauchten Berichte über Kolfages frühere Aktivitäten auf, darunter Webseiten mit Verschwörungstheorien und eine dazugehörige Facebook-Seite, die im Oktober von der Plattform gesperrt wurde.

cm

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