Britisches Parlament lehnt zweites Referendum über EU-Austritt mit großer Mehrheit ab

Fahne des Vereinigten Königreich und Europas

Es soll kein zweites Referendum über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU geben. Dafür hat sich das britische Parlament mit großer Mehrheit ausgesprochen. 334 Abgeordnete stimmten gegen eine erneute Volksabstimmung, nur 85 dafür. 

In einem zweiten Referendum hätte das Vereinigte Königreich die Wahl gehabt: Austritt aus der EU gemäß dem Deal, den Theresa May ausgehandelt hat, oder Verbleib. 

Doch damit ist das letzte Wort in der Brexit-Frage noch immer nicht gesprochen: EU-Ratspräsident Donald Tusk schlug eine deutliche Verlängerung der EU-Mitgliedschaft Großbritanniens über den geplanten Austritt am 29. März hinaus vor — im Gespräch ist demnach wohl mindestens ein Jahr.

Er werde sich bei der Vorbereitung für den EU-Gipfel kommende Woche bei den restlichen 27 Ländern für eine lange Verzögerung einsetzen, erklärte Tusk in Brüssel. Damit soll das Land ausreichend Zeit bekommen, um seine Brexit-Strategie zu überdenken. Premierministerin Theresa May geht nach Aussagen eines Sprechers allerdings weiter davon aus, dass das Land am 29. März aus der EU austritt.

Das wäre nach jetzigem Stand aber nur ohne ein Austrittsabkommen möglich. Am Dienstag hatte das Parlament den vorliegenden Brexit-Vertrag erneut abgelehnt, am Mittwoch schloss das Unterhaus in einer weiteren Abstimmung einen sogenannten harten Brexit ohne Abkommen allerdings aus.

cd/Mit Material von Reuters.

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