Rational-Aktie: Ambitionierteres Bewertungsniveau wäre gerechtfertigt

Wer Sapore kennt, versteht den Erfolg von Rational (WKN: 701080 / ISIN: DE0007010803). Sapore ist ein Super-Gastronom in Brasilien. In 1.255 vernetzte Restaurant und Küchen bereiten rund 15.000 Mitarbeiter täglich 1,3 Millionen Mahlzeiten zu. Rational liefert dazu die modernste Großküchentechnologie. Mehr als 600 Rational-Geräte wie Dampfgarer oder Self-Cooking-Center kommen bei der Zubereitung der Speisen zum Einsatz. Rational schaffe sichere Prozesse, schwärmt der Präsident von Sapore Daniel Mendez.

Und nicht nur dort: In München nutzen 500 Unternehmen mindestens ein Rational-Gerät, etwa das feine japanische Restaurant Izakaya. In Tokio selber sollen in den rund 80.000 Gaststätten mehr als 1.000 Garer von Rational stehen. Schätzungsweise werden weltweit etwa 130 Millionen Gerichte mit Rational-Geräten gekocht – auch im Weißen Haus [stelle mir gerade vor, wie Donald Trump vor einem Dampfgarer steht und Rational liest …].

Rational profitiert von der zunehmenden Urbanisierung mit immer mehr Single-Haushalten, die sich außer Haus verpflegen oder sich Essen liefern lassen und auch von Trend zu gesünderem Essen, einer größeren Speisenvielfalt, der Systemgastronomie und dem Erfolg von Caterern wie dem börsennotierten Edel-Verpfleger Do & Co (Formel 1, Allianz Arena, Juventus Turin) aus Österreich.

Im vergangenen Jahr hat ein Umsatzplus von elf Prozent und einen Betriebsgewinn (Ebit) von 205 Millionen Euro (plus neun Prozent) gebracht [Plusvisionen hat bereits hier über die vorläufigen Zahlen berichtet]. Die Betriebsgewinn-Marge (Ebit) bleibt mit 26 Prozent sensationell hoch, auch wenn sie nun schon einige Jahre leicht rückläufig ist.

Den Glauben an die Zukunft manifestiert Rational mit Investitionen von 40 Millionen Euro im vergangenen Jahr und geplant 50 Millionen Euro im laufenden Jahr. Freilich, das drückt auf den operativen Cash-flow, ein wenig.

Wachsen (Umsatz und Ebit) will Rational 2019 im hohen einstelligen Prozentbereich, vor allem in den USA und Asien. Treiber sollen auch After-Sales-Geschäfte (26 Prozent Umsatzanteil) wie der Verkauf von Pflegeprodukten und Ersatzteilen sein…

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SchummEin Beitrag von Thomas Schumm von Plusvisionen.de

Thomas Schumm ist Gründer und Herausgeber von Plusvisionen.de. Autor. Journalist. Früher auch: Reporter, Redakteur oder Chefredakteur. Seit 25 Jahren an der Börse. Bestimmt fast alles an der Börse gehandelt, was es so zu handeln gibt, jetzt aber ruhiger in dieser Hinsicht. Seit 20 Jahren publizistisch im Finanzbereich tätig. Begeistert von Wirtschaft und Börse.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Thomas Schumm / Pressefoto RATIONAL AG

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