Ford-Deutschlandchef verteidigt Sanierungsprogramm als notwendig

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Der eingeschlagene Sparkurs bei Ford Europa hat zu Unmutsbekundungen in der Belegschaft geführt. Deutschlandchef Gunnar Herrmann trat am Dienstag auf einer turnusgemäßen Betriebsversammlung der Ford-Europazentrale und des Werks in Köln-Niehl vor die Belegschaft. Er stellte den eingeschlagenen Kurs als unbedingt notwendig dar, um wieder zu nachhaltig profitablem Wachstum zu kommen. Vor den rund 7.000 Mitarbeitern musste der Manager herbe Kritik einstecken, wie aus Teilnehmerkreisen verlautete. Es mangele an langfristigen Perspektiven, wurde moniert.

5.000 Stellen in Deutschland sind bedroht

Ford Europa schrieb 2018 rote Zahlen, auch in den Jahren davor gab es immer wieder Defizite. Am Vormittag hatte es eine Betriebsversammlung beim Ford-Standort in Köln-Merkenich gegeben, wohin rund 2.000 Mitarbeiter kamen. Die Stammbelegschaft von Ford Deutschland beläuft sich auf rund 24.000, davon 18.000 in Köln und 6.000 in Saarlouis.

Ford hatte Anfang des Jahres das Sanierungsprogramm eingeleitet. Unlängst wurde bekannt, dass mehr als 5.000 Stellen gestrichen werden sollen. Die Mitarbeiter sollen freiwillig gehen, ihnen werden Abfindungen und Vorruhestandskonditionen angeboten. Wie hoch die Bereitschaft in der Belegschaft ist, aus freien Stücken zu gehen, ist noch unklar.

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