Bizarres Interview: Als Trump auf eine Frage nach dem Klimawandel antwortet, wird es konfus

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Donald Trump hat die USA aus dem Pariser Abkommen geführt, er hat die Energieversorgung der Vereinigten Staaten auf die Förderung von Kohle und Öl ausgerichtet und einmal behauptet, der Klimawandel sei eine Erfindung der Chinesen, um den USA zu schaden. 

Die Klimapolitik des US-Präsidenten ist, keine Klimapolitik zu betreiben. Ein Grund dafür könnte Trumps bloßes Unwissen über die Problematik des menschengemachten Klimawandels sein. In einem Interview in der britischen Show „Good Morning Britain“ offenbarte der US-Präsident: Er vermag es nicht, zwischen Klima und Wetter zu unterscheiden. 

Donald Trump: „Die USA haben eines der besten Klimas“

Moderator Piers Morgan fragte Trump, ob dieser sich von Prinz Charles, einem Kämpfer für Umweltschutz, habe überzeugen lassen, dass die Wissenschaft beim Thema Klimawandel richtig liege. „Wir wollten für 15 Minuten reden. Es wurden eineinhalb Stunden. Und er hat die meiste Zeit geredet“, antwortete Trump. „Er ist wirklich versessen auf das Thema Klimawandel.“ 

Trump hingegen nicht. „Er will ein gutes Klima für die zukünftigen Generationen“, sagte Trump über das Gespräch mit Prinz Charles. „Ich habe gesagt, in den USA haben wir eines der besten Klimas, und es wird immer besser. Und unser Wasser ist kristallklar.“

 

Piers Morgan bohrte nach: „Die Leute wollen wissen, ob Sie der Wissenschaft glauben, ob sie glauben, dass der Klimawandel eine echte Gefahr ist.“ Die USA müssten hier doch mit China und Indien vorangehen. „China, Indien, Russland, die haben keine gute Luft, die haben kein sauberes Wasser“, entgegnete Trump. 

Dann wurde es bizarr. 

Trump versucht sich als Klimaerklärer

„In manchen Städten in China kann man gar nicht atmen“, sagte Trump. Die Luft steige hoch, „und dann haben wir den Planeten, die Distanz zwischen den USA und China ist klein — sie übernehmen keine Verantwortung.“ 

Morgan ließ nicht locker: „Glauben Sie persönlich an den Klimawandel?“ 

„Ich glaube, dass sich das Wetter ändert“, sagte Trump. „Ich glaube, es verändert sich in beide Richtungen.“ Erst habe man von der Erderwärmung gesprochen, jetzt würde man einfach Klimawandel sagen. „Jetzt wird das Extremwetter genannt“, führte der US-Präsident aus. Er könne sich nicht erinnern, dass Tornados einmal so schlimm gewesen wären, wie heute. „Aber vor 40 Jahren hatten wir extrem viele Tornados, in den 80ern und 90ern hatten wir die schlimmsten Hurrikane.“

Sollte heißen: Schlimmes Wetter hat es schon immer gegeben, dass Gerede vom Klimawandel ist Quatsch. Anders gesagt: Donald Trump kann nicht zwischen Klima und Wetter unterscheiden. 

jg

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