Putin wirft den USA vor, im Handelskrieg mit China einen perfiden Plan zu verfolgen

Der russische Präsident Wladimir Putin in St. Petersburg, 7. Juni 2019

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den USA in einer  Fragestunde vorgeworfen, mit ihren Handelszöllen gegen China auch der russischen Wirtschaft zu schaden. 

Im Vorfeld der TV-Fragestunde „Direkter Draht“ können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen an den Präsidenten richten. Thematisch wird dabei so ziemlich alles abgedeckt, Innen- sowie Außenpolitik. Unter anderem geht es um Müllentsorgung, Löhne und die medizinische Versorgung im Land. 

Putin beschuldigt die USA, die Wirtschaft  Chinas schwächen zu wollen

Über mehr als vier Stunden hinweg versuchte Putin diese Fragen zu beantworten.

Zudem nahm der russische Präsident Stellung zu den Handelszöllen, die die USA gegen China verhängt haben – damit wollen die USA den wirtschaftlichen Wachstum der Volksrepublik bremsen, sagte Putin. Auch die Maßnahmen gegen den chinesischen Technologie-Konzern Huawei seien diesem Plan geschuldet. Gleiches gelte für die Sanktionen gegen Russland.

„Was haben sie vor? Sie wollen den Aufstieg Chinas bremsen, das Gleiche gilt für Russland, und es wird auch weiterhin passieren“, sagte er einer Übersetzung zufolge während der Live-Fernsehsendung, berichtet der US-Nachrichtensender CNBC. „Wenn wir also einen bestimmten Platz in dieser Welt haben wollen, müssen wir nur stark sein, insbesondere in der Wirtschaft“, fuhr Putin fort und vergleicht die Zölle gegen China mit den Sanktionen gegen Russland – beides sei strafbar. 

Putin: Sanktionen schaden der EU 

Putin kritisiert die EU für die mehrfach verhängten Sanktionen in Folge der Annexion der Krim durch russische Truppen im Jahr 2014. Mit den Strafmaßnahmen schade sich die EU schließlich auch selbst, so der russische Präsident. „Sie verlieren unseren Markt“, erklärte er.

Während die EU seit 2014 rund 240 Milliarden Dollar aufgrund der Sanktionen eingebüßt hätten, habe Russland lediglich Verluste von 50 Milliarden Dollar  gemacht. Putin machte zudem deutlich, dass er in absehbarer Zeit keine Veränderung des Verhältnisses zwischen Russland und der EU erwarte.

Das könnte euch ebenfalls interessieren:

 Was hat Putin da vor? Geheimdokumente gewähren verblüffenden Einblick in seine Großmachtpläne

 Zwischen Elend und Verschwendung: 13 erstaunliche Fakten über die russische Wirtschaft

 Putins alte Heimat: Welche Pläne der Kreml-Chef in Ostdeutschland verfolgt

Join the conversation about this story »

• Weiterlesen •