Wirecard: Frontalangriff auf die Financial Times

Es bleibt spannend: Laut dem „Handelsblatt“ hat Wirecard (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) die „Financial Times“ aufgefordert, nicht mehr über das Unternehmen zu berichten. Stattdessen solle es eine interne Untersuchung bei der britischen Zeitung geben.

Die Financial Times hatte immer wieder Artikel über Wirecard veröffentlicht und damit schwere Kursturbulenzen ausgelöst. In den Artikeln ging es auch um angebliche mangelnde Kontrolle und dubiose Praktiken bei dem Zahlungsdienstleister.

Hat die Financial Times Short-Seller unterstützt?
Jetzt wirft Wirecard der Financial Times vor, „unwiderlegbare Beweise für eine Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern der Zeitung und Short-Sellern“ zu besitzen. Dabei handelt es sich um Spekulanten, die auf fallende Kurse einer Aktie setzen. Gestützt werden die Anschuldigungen von Wirecard angeblich von einem Tonbandmitschnitt mit brisantem Inhalt:

Brisanter Tonbandmitschnitt
Ein britischer Geschäftsmann spricht offenbar davon, dass er 5 Mio. Pfund auf einen Kursverfall bei Wirecard gesetzt habe. Er erwarte einen weiteren kritischen Bericht der Financial Times innerhalb von 48 Stunden. Dann schlägt der Mann einem anderen Investoren vor, ebenfalls 5 Mio. Pfund auf einen fallenden Aktienkurs bei Wirecard zu setzen. Für diese Empfehlung fordert er die Hälfte des Gewinns.

Financial Times unter Druck
Ob die Aufnahme echt ist, bleibt noch offen. Sollte die Aufnahme aber authentisch sein, würde dies dem Ruf der Financial Times schwer schaden und Wirecard neuen Rückenwind geben. Der im DAX und im TexDAX notierte Konzern erfreute Anleger in den vergangenen Wochen mit mehreren Erfolgsmeldungen in Form neuer Kooperationen. Dazu gehören ein Mega-Deal mit Aldi und eine Zusammenarbeit mit der Gebrauchtwagenplattform Auto1.

Kursziel Allzeithoch
An der Börse ist Wirecard am Montag mit einem deutlichen Plus von 3 Prozent in den Handel gestartet (aktuell: 150,55 Euro). Das nächste Kursziel liegt weiterhin bei 171 Euro, dem bisherigen 2019er-Hoch vom Januar. Gelingt hier in den kommenden Wochen der Ausbruch nach oben, eröffnet sich weiteres Kurspotenzial bis zum 2018er-Allzeithoch bei 199 Euro.

Anleger, die von der Stärke von Wirecard überzeugt sind, können mit einem Turbo-Bull-Zertifikat (WKN: VF40YV / ISIN: DE000VF40YV2) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: VA72KQ / ISIN: DE000VA72KQ5) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der Wirecard-Aktie zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto Wirecard

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