Ich bin ein Sugarbaby, das von ihren Sugardaddys 450 Euro pro Date bezahlt bekommt

Sugarbaby

Vor sechs Monaten entschloss ich mich dazu, Sugarbaby zu werden

Die Gründe sind simpel und vielleicht auch nachvollziehbar. Ich war frustriert, Männer in meiner Stadt zu daten — vielleicht hatte ich einfach zu viele Tinder-Dates mit mittelmäßigen Konversationen erlebt. Ich habe keinen klassischen 9-to-5-Job und kann mir die Zeit frei einteilen. Ich wollte mein Einkommen aufbessern und Spaß dabei haben. Deshalb beschloss ich, einen Sugardaddy zu suchen.

Falls euch der Ausdruck nichts sagt: Eine Sugardaddy-Sugarbaby-Beziehung heißt, dass zwei Menschen locker miteinander ausgehen, aber einer den anderen unterstützt, häufig in Form von Geld oder Geschenken. Als eine Frau, die in einer großen Stadt lebt und sich zu dem Extravaganten hingezogen fühlt, dachte ich mir, dass der Lebensstil eines Sugarbabys zu mir passen könnte. 

Weil ich von dem ganzen Wischen auf Datingapps genervt war und weil ich meinen Horizont erweitern wollte, erstellte ich ein Profil bei Seeking Arrangement, der populärsten Plattform für Sugardaddys und Sugarbabys. 

Im vergangenen halben Jahr, seit ich mit angemeldet habe, habe ich extrem aufregende Menschen getroffen — und habe nebenbei Tausende von Dollar verdient, bin durch die USA gereist, habe in 5-Sterne-Hotels und prämierten Restaurants gegessen, und habe teure Geschenke wie Schuhe oder Klamotten bekommen, die ich mir nie hätte leisten können.

So ist es wirklich, ein Sugarbaby zu sein: 

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Bevor ich einen Sugardaddy suchte, musste ich mir klar werden, warum ich das überhaupt tue.

Wenn man sich auf das Leben als Sugarbaby einlässt, ohne sich vorher Gedanken darüber gemacht zu haben, was man will, wird man enttäuscht sein.

Wollt ihr mit dem Sugardaddy über die Summe diskutieren, oder habt ihr einen bestimmten Betrag im Sinn? Wollt ihr bestimmte Kosten damit decken? Oder wollt ihr einfach nur Geschenke, Shopping und Reisen genießen? Ihr müsst wissen, warum ihr das macht.

Das gilt genau so für das Dating per se. Wollt ihr einen älteren Mann? Denn Sugardaddys sind oft älter als Sugarbabys. Wie viel Zeit wollt ihr mit ihm verbringen? Erlaubt euer derzeitiger Lebensstil überhaupt, viel Zeit mit jemandem zu verbringen?

Während meiner kurzen Zeit als Sugarbaby haben mir Männer schon 450 Euro pro Date bezahlt, mir Designerkleidung gekauft, sind für 350 Euro mit mir essen gegangen und haben mir Aufenthalte in 5-Sterne-Hotels spendiert.

Ich bin seit sechs Monaten Sugarbaby. Männer bezahlen 450 Euro für ein Date mit mir. Außerdem habe ich schon Schuhe und Designerkleidung geschenkt bekommen, die ich mir niemals hätte leisten können. Ich habe schon in Restaurants gegessen, wo am Ende ein Betrag von 350 Euro auf der Rechnung stand — und ich war trotzdem noch hungrig. Ich habe Wochenenden in 5-Sterne-Hotels verbracht und nur von dem gelebt, was mir der Zimmerservice gebracht hat. 

Obwohl ich die Zeit in schicken Restaurants und Hotels genieße, geht es mir dabei eher darum, eine freundliche Beziehung mit jemandem zu pflegen und dabei Geld zu verdienen. Manche Männer wollen nicht mit Geld bezahlen, sondern nur in Form von Geschenken. Ich treffe diese Männer meistens nicht, man nennt sie „Experience Daddys“.

Ihr solltet nicht nur wegen des Geldes Sugarbaby werden.

Wenn ihr nur wegen des Geldes mit Sugardaddys ausgeht, kann es stressig werden, weil es sich wie ein zweiter Job anfühlt. 

Alles, was ihr bei normalen Dates erlebt, werdet ihr auch beim Sugar-Dating erleben — und oft noch schlimmer. Ihr bekommt Nachrichten, geht vielleicht noch auf ein Date und hört nie wieder was von der Person („Ghosting“ nennt man das). Deshalb sollte man niemals Sugarbaby als ersten und einzigen Job machen, es gibt keine Garantie für Stabilität. 

Und gerade eine finanziell verzweifelte Situation macht euch verletzlich den Männern gegenüber, die euch ausnutzen wollen. Männer, die ihr wahrscheinlich unter anderen Bedingungen niemals daten würdet. 

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