Flugzeug muss auf dem Weg von Deutschland nach Mexiko notlanden, weil der Pilot Kaffee im Cockpit verschüttet hat

Condor coffee cup

  • Ein Flug von Deutschland nach Mexiko musste umgeleitet werden, weil der Pilot Kaffee auf die Instrumente geschüttet hatte.
  • Dem Piloten wurde ein Kaffeebecher ohne Deckel gereicht — er stieß ihn um. Das verursachte viel Rauch und brachte sogar einen Knopf zum Schmelzen, was wiederum die Kommunikation behinderte. Laut dem offiziellen Unfallbericht musste der Pilot den Flug abbrechen.
  • Das Flugzeug der Fluglinie Condor sollte von Frankfurt nach Cancún, Mexiko, fliegen, musste aber in Shannon, Irland, notlanden. Keiner der 326 Passagiere und keines der elf Crew-Mitglieder wurde verletzt.
  • Airbus, der Hersteller des Flugzeugs, empfiehlt, dass die Crew vorgefertigte Kaffeehalter nutzen sollte. Die seien jedoch für die Becher zu klein gewesen, heißt es im Bericht.
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Im vergangenen Februar musste ein Flugzeug auf dem Weg Richtung Mexiko umgeleitet werden und in Irland landen, weil ein Pilot einen Becher Kaffee auf die Instrumente im Cockpit verschüttet hatte. Das Flugzeug der Firma Condor sollte von Frankfurt nach Cancún fliegen — doch es musste einen Zwischenstopp einlegen. Denn dem Piloten wurde ein Kaffeebecher ohne Deckel ausgehändigt, wie es in einem Bericht der britischen Verkehrsbehörde Air Accidents Investigation Branch (AAIB) heißt.

Es sei üblich „für den Betreiber und die Strecke“, heißt es von der AAIB, dem Piloten den Kaffee ohne Deckel auszuhändigen. Er soll ihn auf dem Tisch abgestellt haben, während er die Verfahren für den Flug einleitete. Die Tasse wurde umgestoßen, und „die meiste Flüssigkeit“ sei auf seinen Oberschenkeln und „nur ein wenig“ auf dem Audio-Bedienfeld gelandet.

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Die zwei Audio-Felder im Cockpit fielen aus, erhitzten sich, fingen an zu rauchen und verursachten einen verbrannten Geruch. So entstanden „erhebliche Komplikationen mit der Kommunikation für die Flugzeug-Crew“. Es wurde so heiß, dass einer der beiden Knöpfe auf dem Bedienfeld anfing zu schmelzen. Die Piloten mussten sogar Sauerstoffmasken aufsetzen, um den Rauch nicht einzuatmen. Das Flugzeug mit elf Crew-Mitgliedern und 326 Passagieren an Bord wurde umgeleitet. Verletzt wurde niemand. „Der Geruch nach verbrannter Elektrik und Rauch im Cockpit erforderten eine Umleitung zum Flughafen im irischen Shannon“, heißt es in dem Bericht.

Flight Path

„Nachdem das Flugzeug vollständig inspiziert und von unseren Ingenieuren repariert worden war, konnte es seine Reise fortsetzen — allerdings über Manchester, um die Arbeitszeiten der Crew zu berücksichtigen“, sagte eine Sprecherin von Conder zur US-amerikanischen Tageszeitung „USA Today“.

Airbus empfiehlt den Piloten, Getränkehalter zu nutzen — doch die Becher waren zu klein

Der Hersteller des A330-243 Airbus empfiehlt Piloten, den Kaffeehalter im Cockpit zu verwenden, um eben diese Vorfälle zu vermeiden. Doch die Becher auf dieser Condor-Route seien laut Bericht kleiner als die anderen gewesen, was es etwas schwieriger machte, sie in die Halter zu stellen und wieder herauszunehmen. Daher konnte der Pilot trotz der Hinweise von Airbus die Halter nicht verwenden, erklärt AAIB.

condor coffee cup

„Ein richtig aufgesetzter Deckel hätte die Menge an Flüssigkeit auf der Konsole verringern können“, erklärt die AAIB. Condor hat infolgedessen seine Verfahren optimiert, um zu gewährleisten, dass immer genügend Deckel vorhanden sind — und „hat die Crew daran erinnert, sie zu nutzen“. Nicht zuletzt sollten die Piloten „vorsichtig mit Flüssigkeiten hantieren“. Condor versprach, in Zukunft passende Kaffeehalter zur Verfügung zu stellen.

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