Ein Rentner, der bis 40 keinen Cent gespart hat, wünschte, er könnte seinem jüngeren Ich einen Tipp geben

David Fisher

  • David Fisher ist ein 69-jähriger Rentner und lebt in New York. Er würde seinem 35-jährigen Ich gerne sagen, dass es mehr investieren und fürs Alter sparen soll. 
  • Obwohl er durch den Pensionsfonds seines Arbeitgebers passiv gespart hat, hat er sich selbst keine Mühe gegeben, zu sparen. Und dann wurde er 40.
  • Danach hat er viel mehr Energie darauf verwendet, Überstunden geleistet, um sein Haus bis zum 56. Lebensjahr abbezahlt zu haben, mehr Geld in den Pensionsfonds zu stecken und weitere Rücklagen zu bilden.
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Es ist nie zu früh, um mit dem Sparen anzufangen: Das ist der Rat, den der 69 Jahre alte Rentner David Fisher seinem 35 Jahre alten Selbst geben würde, wenn er durch die Zeit reisen könnte.

Der ehemalige Sicherheitsbeauftragte einer Universität ist mit 65 Jahren in Rente gegangen. Er hat in den ersten zehn Jahren nicht unbedingt daran gedacht, Geld zurückzulegen, sagt er. Die Uni, an der er gearbeitet hat, hat sechs Prozent seines Bruttolohns in einem Pensionsfonds abgelegt. Er wäre nie auf die Idee gekommen, auch selbst etwas einzuzahlen. „Im Alter von 33 bis 43 habe ich alle Quartalsabschlüsse, die ich vom Fonds bekommen habe, einfach weggeschmissen“, sagt er zu Business Insider. 

Doch eines Tages bemerkte er, zu welchem Betrag sich das aufsummiert hatte. „Als ich Anfang 40 war, vielleicht 43, habe ich einen Briefumschlag geöffnet“, sagt er. „Und alles, was ich sagen konnte, war: Oh mein Gott, da stecken rund 30.000 US-Dollar drin (rund 27.000 Euro). Das ist mein Geld!“

Die Summe war groß genug, um sein Interesse zu wecken. „Ich habe angefangen, mich für meine Rente zu interessieren; was soziale Sicherheit bedeutet und wie viel Geld ich habe; was ich verdient habe.“ Also fing er, an zu sparen und in seine Zukunft zu investieren. 

Er steckte also selbst Geld in den Fonds, um den Anteil der Universität von 6,2 Prozent aufzustocken. Dazu hat er sogar in einen weiteren Fonds eingezahlt. Durch all das konnte er sein Haus abbezahlen, und die Ratenzahlung von einer 30-jährigen Frist auf 15 Jahre reduzieren. Er hat Überstunden geleistet und konnte seine Beiträge vor seinem 65. Lebensjahr immer weiter erhöhen. Schlussendlich hat er eine zusätzliche Altersrente eröffnet, die selbst dann wächst, wenn er nicht mehr darauf einzahlt. 

„Investiert so früh wie möglich und legt zur Seite, was immer ihr euch leisten könnt“

Auch wenn er jetzt sehr komfortabel lebt, wünscht er sich, er hätte schon eher gespart. „Investiert so früh wie möglich und legt zur Seite, was immer ihr euch leisten könnt“, sagt er zu Business Insider. In seinem Fall hätte ihm das das Sparen fürs Alter erleichtert.

Außerdem gibt es einen großen Anreiz für all jene, die planen, zu sparen: Je früher ihr anfangt, desto mehr springt später für euch dabei heraus.

Eine Stelle im Buch der Autorin Beth Kobliner beschreibt das recht präzise. In „Get a Financial Life“ — das bislang nur auf Englisch erhältlich ist — erklärt sie zwei unterschiedliche Renten-Szenarien, bei der jede Person 1.000 Dollar im Jahr zur Seite gelegt und sieben Prozent Zinsen dafür erhalten hat. Die eine hat mit 25 Jahren angefangen, die andere mit 35. Trotz der nur zehn Jahre Unterschied stand Ersterer mit 65 Jahren das Doppelte zur Verfügung. Das liegt einzig an den Zinseszinsen — das Geld, das ihr durch Verzinsung eurer Anlagen verdient habt und daraufhin nochmal verzinst wird. 

„Ich war ein Spätstarter“, sagt Fisher. Er ist froh darüber, überhaupt angefangen zu haben; auch wenn er lange nur passiv gehandelt hat. Er hätte gerne mehr darüber erfahren, als er noch jünger war. Doch er ist glücklich über das, was er erreicht hat. „Ich bin nicht wohlhabend“, sagt er. „Aber es geht mir gut.“

Dieser Artikel wurde übersetzt und überarbeitet.

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