ProSiebenSat.1: Der zweite Streich

Schon im Mai hatte die italienische Mediaset, die Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi kontrolliert 9,6 Prozent der Aktien an ProSiebenSat.1 (WKN: PSM777 / ISIN: DE000PSM7770) erworben und dafür rund 330 Millionen Euro ausgegeben. Am Dienstag dieser Woche folgte nun der zweite Streich: Über eine spanische Tochtergesellschaft erwarb der Medienkonzern weitere 5,5 Prozent, womit sich der Anteil nun auf 15,1 Prozent summiert.

Die ProSiebenSat1-Aktie zeiget sich natürlich zunächst erfreut über das italienische Interesse, zumal schnell Gerüchte die Runde machten, dass Mediaset mittelfristig eine Komplettübernahme anstrebe. Dies hätte durchaus Charme, da Berlusconi so eine paneuropäische Senderfamilie für das frei empfangbare Privatfernsehen zusammenbauen könnte.

Doch da ist ja bekanntlich noch das Internet mit seien inzwischen unzähligen Streaming-Diensten und Download-Angeboten, die ein solches Vorgehen als wenig sinnvoll erscheinen lassen. Dies dachten sich dann wohl auch die Marktteilnehmer, die die Aktie am heutigen Mittwoch wieder in den Keller schickten und bis auf ein Zwischentief bei 13,12 Euro trieben…

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RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

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Bildquellen: Wolfgang Raum / Pressefoto ProSiebenSat.1 Media SE

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