Spotify hat ein neues Angebot, um Podcast-Fans noch stärker an sich zu binden

Betrüger sollen mit dubiosen Spotify-Playlists Millionen erwirtschaftet haben

  • Spotify führt ab Dienstag die Playlist „Deine Daily Podcasts“ ein.
  • Sie ist Teil der Personalisierungsstrategie des Unternehmens.
  • Es erhofft sich davon höhere Kundenzufriendenheit und neue Umsatzquellen.
  • Mehr Artikel bei Business Insider.

Das schwedische Unternehmen Spotify führt diesen Dienstag eine entscheidende Neuerung in sein Streaming-Angebot ein: es wird euch Podcasts vorschlagen, die ziemlich genau eurem Geschmack entsprechen werden. Diese Innovation ist Teil der großen Strategie, die das Unternehmen seit einiger Zeit konsequent umsetzt. Sie lautet: Personalisierung.

Spotify investiert viel, um analysieren zu können, welche Songs ihr hört und welche Titel ihr in euren persönlichen Playlists abspeichert oder als Favoriten markiert. Diese Daten füttert das Unternehmen in seinen Algorithmus, der euch wiederum Musik-Vorschläge macht, die auf eurem üblichen Hörverhalten basieren. Nun wird das Prozedere auch bei Podcasts angewandt.

Der feinjustierte Algorithmus ist Spotifys Wettbewerbsvorteil

Mit einem Datenfundus von mehr als 216 Millionen Nutzern kann der Konzern mittlerweile relativ gut Hörmuster feststellen und dadurch den Algorithmus und folglich die Empfehlungen für euch sehr fein justieren. „Der Algorithmus von Spotify ist wegen der enormen Nutzerzahlen und der daraus resultierenden Datenberge besser als der von Apple Music,“ sagt Ralph Böge, Managing Director des Digitalvertriebs Paradise Entertainment & Distribution im Gespräch mit Business Insider.

Bisher waren der „Mix der Woche“ und „Dein Release Radar“ zwei der bekanntesten, kuratierten Playlists von Spotify, die aus dem Algorithmus resultierten. Jetzt kommt „Deine Daily Podcasts“ dazu. Das Prinzip ist dasselbe wie bei der Musik.  

„Die neue Podcast-Playlist wird täglich aktualisiert und bietet allen Hörer die Gelegenheit, in einem Katalog von über 500.000 Podcasts schnell und einfach neue Episoden zu entdecken”, sagt Michael Krause, Managing Director von Spotify für Kontinentaleuropa im Gespräch mit Business Insider.

Die Nähe zwischen Künstlern und Hörern eröffnet dem Streaming-Dienst neue Erlösquellen

Durch diese Strategie will Spotify eine engere Bindung der Nutzer an bestimmte Formate herstellen, vor allem aber viel mehr Nähe zwischen Künstlern und den Hörern.  Seit Kurzem testet Spotify Pushnachrichten in den USA, die Künstler ihren Fans und Zuhörern zuschicken können, wenn sie ein neues Release oder eine wichtige Neuigkeit haben. Auch das schafft mehr Nähe. Die Pushnachricht ist außerdem eine neue und lukrative Erlösquelle.

Die Pushnachrichten kosten die Künstler und ihre Labels nämlich etwas. Spotify hofft, dass dieses Angebot möglichst häufig angenommen wird. Und spekuliert darauf, mit dem Nachrichtenformat die enormen Werbeetats der Labels anzuzapfen. Die Pushnachrichten sind schließlich nichts anderes als direkte Werbung für die Künstler. Genau das gleiche Prinzip wird wohl bald auch bei Podcasts gelten.

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