Tesla investiert in Deutschland — damit widersetzt sich die Firma einem neuen Trend unter US-Unternehmen

Ein Experte rät Städten und Gemeinden dazu, ihre Daten an Unternehmen zu verkaufen. Diese könnten die anonymisierten Daten dann verarbeiten.

Laut der KPMG-Umfrage „US-Business in Germany 2020“, die am 2. Dezember veröffentlicht wurde, wollen immer weniger amerikanische Unternehmen in Deutschland investieren. Ein Unternehmen scheint sich diesem Trend jedoch nicht anschließen zu wollen – Tesla.

Für die KPMG-Studie hat das Meinungsforschungsinstitut Kantar EMNID insgesamt 100 US-amerikanische Unternehmen mit Sitz in Deutschland befragt. Nach den neuen Erkenntnissen, die auf der KPMG-Website veröffentlicht wurden, nimmt die Bereitschaft der amerikanischen Unternehmen, in den deutschen Markt zu investieren, immer weiter ab. Im Jahr 2017 gaben etwa 47 Prozent der befragten Unternehmen an, in Deutschland mindestens zehn Millionen Euro investieren zu wollen. Nach neuem Stand sind es nur noch 24 Prozent.

Fachkräftemangel in Deutschland?

Als Gründe wurden unter anderem ein zu komplexes Steuersystem, zu hohe Steuern, hohe Personalkosten, ein zu geringer Einsatz von Künstlicher Intelligenz, wenig staatliche Unterstützung sowie ein Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften genannt.

Darüber hinaus gaben nur noch 17 Prozent der befragten Unternehmen an, sich bei einer Neuansiedlung in Deutschland gut unterstützt zu fühlen.

Überdies planen etwa die Hälfte der Konzerne Investitionen rund um die Digitalisierung und etwa ein Drittel plant Investitionen in  Zukunftstechnologien — laut der Umfrage sehen aber nur wenige der befragten Unternehmen die nötigen Fachkräfte dafür in Deutschland. Einen Lichtblick scheint es dennoch zu geben: Ganze 77 Prozent der US-Unternehmen bewerteten ihre derzeitige wirtschaftliche Lage in Deutschland als gut oder sehr gut.

Tesla widersetzt sich dem Trend

Außerdem scheint ein Unternehmen gänzlich von den Ergebnissen der Studie ausgenommen zu sein: der amerikanische E-Auto-Hersteller Tesla.

Tesla

Wie die „FAZ“ berichtete, will Tesla bis zu vier Milliarden Euro in den neuen Standort in Grünheide nahe Berlin investieren. Das amerikanische Unternehmen plant dort eine neue „Gigafactory“ auf einer Fläche von 300 Hektar.

Ab 2021 soll dort das Kompakt SUV-Model Y gefertigt werden. Dazu sollen zunächst 3.000, später bis zu 8.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Bau der Fabrik soll bereits in der ersten Hälfte des nächsten Jahres beginnen.

Das Unternehmen könnte laut der „Bild am Sonntag“ Zuschüsse in Höhe von 300 Millionen Euro erhalten.

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