Fairphone hofft, durch einen Mentalitätswandel bei Kunden in Zukunft mehr verkaufen zu können

Fairphone

  • Der niederländische Hersteller Fairphone verkauft nachhaltige, ethische Smartphones. Das dritte Modell des Fairphones ist jetzt auf dem Markt.
  • Vodafone steigt beim Trend der umweltfreundlichen Geräte ein. Im November kündigte das Unternehmen an, im Zuge einer Partnerschaft mit Fairphone die nachhaltigen Geräte ab Ende 2019 in einigen europäischen Ländern verkaufen zu wollen, darunter Deutschland.
  • Fairphone rechnet durch das erhöhte Umweltbewusstsein bei Konsumenten damit, seine Verkaufszahlen im nächsten Jahr zu verdoppeln.
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Die umweltfreundliche Smartphone-Marke „Fairphone“ hofft mit ihrem neusten Modell, dem Fairphone 3, auf dem europäischen Markt endgültig Fuß zu fassen. Den immer mehr auf Nachhaltigkeit fokussierten Konsumenten möchte Eva Gouwens, die Chefin des niederländischen Unternehmens, eine Alternative zu den bekannten Smartphone-Riesen bieten, so die amerikanische Nachrichtenagentur Bloomberg.

„Ein Smartphone, das sich traut, fair zu sein“: Unter diesem Motto vertreibt Fairphone sein aktuelles Fairphone 3, das momentan 450 Euro kostet. Die Vorteile des Geräts liegen aus nachhaltiger Perspektive auf der Hand: Das Smartphone lässt sich einfach reparieren, verschiedene Teile wie die Batterie kann man problemlos herausnehmen und austauschen, das Gerät ist zum Teil aus recycelten Materialien hergestellt und das Unternehmen legt wert auf gute Arbeitsbedingungen und eine faire Handelskette, so Fairphone auf der eigenen Website.

Die Verkaufszahlen des Fairphones können laut Bloomberg bisher nicht mit denen großer Hersteller wie Apple oder Samsung konkurrieren. Die beiden Vorgängermodelle des Fairphones verkauften sich bisher rund 175.000 Mal. Andere Hersteller verkauften alleine im vorigen Jahr zum Teil mehr als eine Milliarde Smartphones, so Bloomberg.

Vodafone setzt auf die nachhaltige Alternative

Dennoch hat sich das Mobilfunkunternehmen Vodafone dem Fairphone angenommen und im November in einer Mitteilung verkündet, das nachhaltige Gerät ab Ende 2019 in einigen europäischen Ländern, darunter Deutschland, vertreiben zu wollen.

„Fairphone zeigt, dass es einen Markt für ethischere Telefone gibt, der den Rest der Branche dazu inspirieren kann, ethischere Produkte zu produzieren. Die Zusammenarbeit mit einem großen Anbieter wie Vodafone trägt dazu bei, nachhaltige Elektronik auf den Mainstream-Markt zu bringen. Dies ist eines der stärksten Signale, die wir an den Rest der Branche senden können“, so die Fairphone-Chefin Gouwens in der Mitteilung von Vodafone.

Vodafone selbst möchte sich ein umweltbewussteres Image verpassen: Laut der Pressemitteilung strebt das Unternehmen neben anderen Maßnahmen an, seinen CO2-Ausstoß bis 2025 zu halbieren. Die Partnerschaft mit Fairphone kommt Vodafone im Zuge seiner Nachhaltigkeitsbestrebungen also entgegen.

Der Trend geht weiter zu mehr Umweltbewusstsein

Auch wenn die Strategie von Fairphone weniger auf massenhafte Verkäufe immer neuer Geräte setzt, rechnet das Unternehmen durch das gesteigerte Interesse an umweltfreundlichen Produkten der Käufer damit, seine Verkaufszahlen im nächsten Jahr mehr als zu verdoppeln.

„Wir möchten zeigen, dass man wirtschaftlich erfolgreich sein und ethisch korrektere Entscheidungen treffen kann“, so Gouwens gegenüber Vodafone.

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