Hals-Wärmer – Stilvoll durch die kalte Jahreszeit

Kaum ist es draußen wieder etwas kühler, schmiegen sich die kuscheligen Begleiter um viele Hälse und Schultern. Es ist Schalzeit! Wie Sie stilvoll durch die kalte Jahreszeit kommen, welche Arten von Schals es gibt und wie man sie trägt, erfahren Sie hier.

Laut Definition ist der Schal ein langes, rechteckiges Kleidungsstück, das um den Hals getragen oder über den Kopf gezogen wird. Die ersten Schalträger lebten in der Region Kaschmir, wo schon im 17. Jahrhundert rechteckige oder quadratische Tücher aus Wolle der Kaschmirziege gewebt wurden. Die hochwertige und teure Kaschmirwolle wird aus dem Unterfell der Ziege gewonnen und ist wärmender als Schafwolle. Ein bis heute beliebter Schal ist der Pashmina-Schal, der aus einem feinen Kaschmir-Seide-Gemisch gefertigt wird und sehr edel aussieht.

Heute werden für die Produktion von Schals die unterschiedlichsten Materialien verwendet. Schurwolle, Seide, Wollmischungen und Polyacryl beziehungsweise Fleece sind oft eingesetzte Rohstoffe. Zahlreiche Varianten stehen zur Auswahl: feine Seidenschals, bunte Wollschals, karierte Kaschmirschals, praktische Loops, Funktionsschals und überdimensionale XXL-Schals. Vom klassischen Burberry-Schal über den lässigen Fransenschal bis zum Fan-Schal – alle Kandidaten finden ihre Anhänger.

Der Burberry-Schal
Der Burberry-Schal ist der wohl bekannteste Klassiker. Der original Burberry-Schal ist aus feinem Kaschmir gefertigt, mit Fransen an beiden Enden. Mit seinem ausdrucksstarken Karomuster ist er Kamelfarben mit weißen und schwarzen Linien, die horizontal und vertikal angeordnet sind. Dieses berühmte Muster, das „Nova-Check“, ist das Markenzeichen des britischen Luxushauses. Zahlreiche andere Marken bieten Schals mit ähnlichen Mustern aus Wolle oder Kaschmir an, die alle diesem großen Vorbild nachempfunden sind. Der Burberry-Schal eignet sich immer für einen stilvollen Auftritt – im Businessalltag oder in der Freizeit. Man trägt ihn am besten in der Schlaufentechnik, das heißt einmal zusammenfalten, um den Hals legen und beide Enden vorne durch die Schlaufe ziehen.

Der Loop-Schal oder auch Schlauch-Schal ist für Schalanfänger am einfachsten zu tragen. (Bildquelle: Pixabay / nastya_gepp)

Der Loop
Der Loop-Schal oder auch Schlauch-Schal ist für Schalanfänger am einfachsten zu tragen. Ohne die Kenntnis einer bestimmten Schalbindetechnik, stülpt man ihn einfach über den Kopf. Er ist ringförmig, an einem Stück gefertigt, ohne Anfang und Ende und liegt am Hals an wie ein lockerer Rollkragen. Längere Loops werden vorne gekreuzt und zweifach um den Hals gelegt. Hier kann nichts verrutschen und alles ist immer am richtigen Platz. Achtung: Loops tragen auf, wenn sie zu dick sind. Dann verschwindet der Hals komplett und der Kopf wirkt zu klein.

Der XXL-Schal
Dieser überdimensionale Schal hat fast schon die Größe einer Decke. Mit der perfekten Wickeltechnik für diesen Schal, wird er einmal ganz um den Hals gewickelt. Das kürzere Ende vorne hängen lassen und das längere Ende wieder über die Schulter werfen. Das sieht lässig aus. Der XXL-Schal ist fast schon wie ein Cape und bedeckt oft einen Teil der Schultern. Mit diesem Riesenschal ist der optimale Schutz vor Kälte garantiert. Den XXL-Schal gibt es in vielen modischen Varianten, zum Beispiel als großes viereckiges Tuch oder als extralangen Strickschal.

Der Grobstrick-Schal passt zu modischen Männern und Frauen. (Bildquelle: Pixabay / Free-Photos)

Der Grobstrick-Schal
Dieser Schaltyp aus grobgestrickter Wolle passt zu modischen Männern und Frauen. Sein Look ist sportlich und auffallend, denn durch sein Volumen prägt er jedes Outfit. Bei Freizeitaktivitäten im Schnee und bei Kälte hält der dicke kuschelige Schal lange warm. Lässig um den Hals geschwungen oder zweimal um den Hals gewickelt, passt er perfekt zu Pulli, Jeans und Parka. Dazu noch eine coole Strickmütze kombinieren und das Styling ist perfekt.

Der Krawattenschal
Der Krawattenschal lässt sich perfekt zu einem Smart-Casual-Outfit tragen und stellt eine echte Alternative zur Krawatte dar. Während Krawatten oft als störend empfunden werden, liegt der schmale, leichte Schal angenehm am Hals an. Er hält warm und sorgt gleichzeitig für einen gepflegten Auftritt am Casual-Friday oder bei festlichen Anlässen. Das Material ist optimalerweise aus 100 Prozent Seide, die Farben unifarben oder dezent gemustert mit klassischen Mustern wie Paisley oder Jacquard.

Ein Schal muss nicht nur im Winter getragen werden… (Bildquelle: Pixabay / Free-Photos)

Der Fan-Schal
Daran ist er zu erkennen – der wahre Sportfan. Auch in der Freizeit legt er seine Liebe zu seinem Verein nicht ab und trägt seinen Fanschal auch außerhalb der Sportveranstaltung. Fanschals fallen in der Regel durch ihre bunten Farben und die Beschriftungen immer gleich ins Auge. Ein dezentes Styling ist mit ihnen nicht möglich. Er wird einfach lässig um den Hals gelegt. Der auffallende Auftritt ist damit garantiert – und der Sportverein freut sich über die Werbemöglichkeit.


Der kleine Schal-Dresscode:

Der Schal muss zum Kleidungsstil passen: sportlicher Schal zu sportlicher Kleidung und feiner Schal zu eleganter Kleidung.

Der Schal zum Anzug sollte nicht zu grob gestrickt sein, nicht zu dick sein und nicht zu sehr auftragen.

Zu feinen Anlässen passen exklusive Materialien wie Kaschmir, Seide oder Merinowolle und dezente Farben.

Zu sportiver Garderobe darf der Schal dicker, bunter und auffallender sein.

Der Schal sollte farblich zur Kleidung passen. Entweder er ist farblich auf die Kleidung abgestimmt oder er bildet einen Kontrast. Dies erfordert aber etwas modisches Fingerspitzengefühl.

Bildquelle: Pixabay / StockSnap

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