So entwickelt sich der österreichische Pharmamarkt

Der erste PMCA Impuls des Jahres gab Einblicke in Trends und Entwicklungen auf dem österreichischen Pharmamarkt und die Gesundheitseinrichtungen der ÖGK.Am Montagabend versammelte sich der Pharma Marketing Club Austria (PMCA) zum ersten Impulsabend im neuen Jahrzehnt in der Labstelle Wien. Wie üblich beschäftigte sich auch der diesjährige Februar-Implus mit den Entwicklungen des Pharmamarkts des Vorjahres und gibt dabei einen Ausblick in die Zukunft. Unter der Moderation von PMCA-Vorstandsmitglied Erika Sander und dem Titel “Österreichs Pharmamarkt 2019 – Fokus Biologika & Biosimilars” gaben erstmals die Geschäftsführerin Ursula Scheithauer und Sales Manager Hannes Wellacher von Insight Health Österreich, mit ihrer Marktanalyse Einblicke in Trends und Entwicklungen auf dem heimischen Markt.

Positive Marktentwicklung und starker Anteil an Onkologika

Einen besonderen Schwerpunkt setzten sie dabei auf die Bereiche der Biopharmazeutika und zogen einen Vergleich zwischen der heimischen Marktentwicklung und der in Deutschland. Während der Absatz im Vorjahr stückzahlenmäßig stagnierte, konnte ein Umsatz-Wachstum von 1,6 Prozent erzielt werden. Stärkstes Wachstumssegment waren Onkologika. Wenn man den Markt aus der Sicht der Erstattungsfähigkeit betrachtet, hat es 2019 eine Besonderheit gegeben: während  in den vergangenen Jahren Wachstum durch die Warengruppe der durch die Krankenkassen genehmigungspflichtigen sogenannten ‘Gelben Box’ erzielt wurde, war es 2019 erstmals jene der frei verschreibbaren Arzneimittel in der “Grünen Box”.

Im Vorjahr lag der Biosimilar-Marktanteil in Österreich bei zwei Prozent, wobei die Experten das Potenzial hier – insbesondere bei Onkologika – sehr hoch empfinden, denn trotz des niedrigen Marktanteils verzeichneten diese 2019 ein Umsatzwachstum von 46 Prozent. Ein immer stärker wachsender Segment sind die direkt an Apotheken gelieferten Produkte. Mit Absatzsteigerungen um 34,8 Prozent und einem Umsatzplus von 21,9 Prozent machen diese bereits knapp ein Drittel des gesamten Handelsvolumens aus – auch hier kommt der Löwenanteil aus dem onkologischen Bereich. Der in den Medien immer wieder zitierte Importmarkt konzentriert sich in Österreich auf drei große Unternehmen, die 94 Prozent des Marktes – auch hier wieder mit überwiegend onkologischen Produkten – abdecken. Im Vorjahr konnte deren Marktanteil von 2,2 Prozent auf 3,1 Prozent ausgebaut werden. Im abgelaufenen Jahr wurden 233 Produkte neu eingeführt, 20 Prozent machen dabei die Onkologika aus. 

Großes hauseigenes Leistungsspektrum der ÖGK

Ein Einblick in die Gesundheitseinrichtungen und Neuereungen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) rundete den Impuls-Abend ab. Dort wurden 101 Gesundheitseinrichtungen an 70 Standorten mit 4.700 Mitarbeitern österreichweit unter einem Dach unter der Leitung von Erol Holawatsch zusammengeführt. Oberstes Ziel sei es, den Patientinnen und Patienten die Gesundheitseinrichtungen der ÖGK österreichweit als ‘Haus der Gesundheit” mit einem standardisierten medizinischen Leistungsspektrum und gemeinsamen, hochwertigem Service anzubieten. Neben 32 Gesundheitszentren und 61 Zahngesundheitszentren fallen in den Bereich der Eigenen Einrichtungen noch fünf Kur- und Rehabilitationseinrichtungen sowie das Hanusch-Krankenhaus in Wien. Die ÖGK hat 7,2 Millionen Versicherte und verantwortet ein Volumen von 15,3 Milliarden Euro an Versicherungsleistungen.

Ausblick auf Pharma Advertising Gala am 4. Juni

PMCA-Vizepräsident Mag. Dominik Flener gab noch einen kurzen Ausblick auf die Best of Pharma Advertising Gala am 4. Juni, bei der die kreativsten Werbekampagnen der Life-Science-Branche gekürt werden. Dazu wird es heuer eine neue Einreich-Kategorie für Patienteninitiativen geben. Details zu den Kategorien sind ab 9. März auf der Homepage der PMCA ersichtlich. Die Einreichfrist beginnt am 23. März und dauert rund einen Monat.

Impressionen vom PMCA Impuls finden Sie in unserer Fotogalerie. (red)

www.pmca.at

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