Kim Jong-uns Luftwaffe soll der Welt Schrecken einjagen — doch sie ist eine Lachnummer

Kim Jong-un in a plane

Nordkorea hat eine riesige Luftwaffe, die größer ist, als die von Südkorea und den USA, welche sie hauptsächlich mit russischen Kampfjets und Bombenflugzeugen auskontern soll. Doch in der Realität ist die Luftwaffe ein Witz.

Laut einem neuen Bericht des International Institute for Strategic Studies (ISS) über Nordkorea’s Militär, besteht die Luftwaffe aus 110.000 Offizieren und weiterem Personal, das sich um etwa 1.650 Flugzeuge kümmert. Die Flotte besteht aus etwa 820 Kampfflugzeugen, 30 Aufklärungsflugzeugen und 330 Transportflugzeugen.

„In Kriegssituationen hat die Luftwaffe wahrscheinlich die Fähigkeit, eine begrenzte, kurzfristige Strategie, eine Offensive mit taktischen Bombenabwürfen und einen Überraschungsangriff einzuleiten“, sagt das IISS.

Weil die Jets über einen weiten Streifen des Landes verteilt sind, ist Nordkorea nach Angaben des Berichts wahrscheinlich fähig, „Angriffe auf Kontrollstellen, Luftabwehrposten und Industriegebäude zu fliegen, ohne die Flugzeuge zuvor neu positionieren zu müssen“.

Das IISS sagt, dass Nordkorea’s MiG-29 Kampfflugzeuge, von denen sie wahrscheinlich nur ein paar Dutzend besitzen, ihre 47 MiG-23 Kampfflugzeuge und ihre etwa 30 Su-25 Bodenangriffsflugzeuge ihre besten Jets sind. „Die restlichen Flugzeuge sind ältere, weniger leistungsfähige MiG-15s, MiG-17/J-5s, MiG-19/J-6s, MiG-21/J-7 Kampfflugzeuge und Il-28/H-5 light Bombenflugzeuge“, wie aus dem Bericht hervorgeht.

MiG 29 serbia

Doch alle diese Flugzeuge sind aus den 1980ern und das IISS sagt, dass diese in der heutigen elektronischen Kriegsführung nicht mithalten können.

Das wäre etwas, was die USA definitiv ausnutzen würden, denn fast alle ihrer Jets haben die Möglichkeit, Störsignale zu senden und ihre Flugzeugträger können spezialisierte elektronische Kampfflugzeuge transportieren.

Außerdem besitzen die USA und Südkorea die Möglichkeit, nordkoreanische Flugzeuge mit Satelliten und Aufklärungsdrohnen zu orten, was Überraschungsangriffe deutlich schwächen würde.

Neben dem Alter der Flugzeuge stellt die mangelhafte Ausbildung der Piloten ein eventuell noch größeres Problem für Nordkorea dar. Weil Nordkorea bezüglich des Düsentreibstoffs fast ausschließlich von China abhängig ist und dieser seit langem sanktioniert ist, muss Nordkorea den verfügbaren geringen Bestand sparsam einsetzten.

Das bedeutet weniger Flugzeit für die Piloten und weniger Training in der realen Welt, was realistisches Training gegen feindliche Jets fast vollkommen ausschließt.

Ein Video von 2015 zeigt nordkoreanische Piloten, die mit Spielzeug-Flugzeugen vor Kim Jong-un, der ihr Training beobachtet, herumlaufen. Ein weiteres Bild zeigt Piloten in einem Flugsimulator, wie er bei Luftwaffen auf der ganzen Welt zum Einsatz kommt.

Aus diesem Grund ist Nordkorea darauf angewiesen, verstärkt bombensichere Gebäude für seine Jets zu bauen und im Falle eines zukünftigen Luftkriegs Boden-Luft-Raketen einzusetzen.

Nordkoreas Luftwaffe ist im Verhältnis zur Größe und zum Einkommen des Landes eine ziemlich beeindruckende Leistung, kann aber einfach nicht mit amerikanischen und südkoreanischen Jets mithalten.

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