Wirtschaftsminister Altmaier will Unternehmen offenbar um Milliarden entlasten

Peter Altmaier

Das Bundeswirtschaftsministerium will einem Medienbericht zufolge die Unternehmen jährlich um 20 Milliarden Euro entlasten. Das gehe aus einem „Steuerpolitischen 10-Punkte-Aktionsprogramm“ hervor, berichtete das „Handelsblatt“ am Donnerstag. Kernelement sei eine vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Dadurch solle „auch für Unternehmen die internationale Attraktivität des Standortes Deutschland verbessert werden“. Darauf angesprochen sagte Minister Peter Altmaier auf einer Pressekonferenz, dass die geplanten Entlastungen für die Bürger ergänzt werden müssten mit solchen „für diejenigen, die im wirtschaftlichen Leben für Wachstum und Aufschwung verantwortlich sind.“

Zusätzliche Spielräume sollten für Entlastungen genutzt werden, sagte der CDU-Politiker. Das werde im Koalitionsausschuss und mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz beraten. Zu dem Arbeitspapier wollte sich Altmaier nicht konkret äußern. In einem so großem Ministerium wie seinem gehöre es dazu, dass verschiedene Überlegungen angestellt würden.

Lest auch: Die AfD nähert sich einer Entscheidung, die Deutschland völlig verändern könnte – aber anders als gedacht

Die große Koalition hat sich darauf verständigt, den Solidaritätszuschlag bis 2021 für 90 Prozent der Steuerzahler abzuschaffen. Für die restlichen zehn Prozent soll er in voller Höhe erhalten bleiben, was viele Personengesellschaften betrifft.

Das könnte euch auch interessieren:

 Merkels Ende rückt immer näher — und plötzlich ist ein ganz neuer Name im Spiel

 In Schweden zeigt sich, wozu die Wiedereinführung der Wehrpflicht führen kann

 Ausgerechnet in Seehofers Stammland zeigt sich, warum der CSU am 14. Oktober ein Fiasko droht

Join the conversation about this story »

➡ Weiterlesen ⬅