Trumps Ex-Kommunikationschef Scaramucci: „Wenn Deutschland aufrüstet, ist das nicht gut für die Welt“

Scaramucci Trump map

Die Weltordnung hat sich spätestens seit der Amtseinführung Donald Trumps als US-Präsident verschoben. Europäische Staaten merken, dass sie durch die Abschottungspolitik Trumps zunehmend alleine dastehen. Das liegt jedoch in erster Linie an der EU-kritischen Rhetorik Trumps — weniger an tatsächlichen politischen Maßnahmen. Nun ist eine europäische Armee im Gespräch. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron unterstützen diese Idee.

Der Schritt sei eine direkte Reaktion auf die verschärfte Rhetorik aus dem Weißen Haus, sagt Anthony Scaramucci. Der 54-Jährige war im Juli 2017 elf Tage lang Trumps Kommunikationschef, bevor er wieder entlassen wurde. Noch im Wahlkampf hatte Scaramucci Trumps demokratische Kontrahentin Hillary Clinton unterstützt, wechselte aber nach der Wahl in das Lager des Gewinners. Im Interview mit Business Insider Deutschland erklärt der Hedgefonds-Manager, warum Trump aus seiner Sicht wiedergewählt wird. Mit den Fakten nimmt er es beim Gespräch jedoch nicht immer so genau.

Business Insider: Wieso reagiert Trump so scharf auf die Pläne einer europäischen Armee?

Anthony Scaramucci: „Präsident Trump wird von Leuten aus dem Pentagon über die Pläne informiert, die genau wissen, dass eine europäische Armee eine schlechte Idee für die Welt ist. Das Problem ist: Trump hat seine Rhetorik zu sehr verschärft, dem folgen die anderen Staats- und Regierungschefs nun. Jetzt stellt sich die Frage, ob Angela Merkel es ernst meint. Wenn ja, wäre das ein echtes Problem.“

BI: Inwiefern?

Scaramucci: „Ich glaube, Sie verstehen ihre eigene Geschichte besser, als ich. Was auch immer man über die USA denken mag — bis auf den großen Fehler, den Irak anzugreifen — ist das Land „das Arsenal der Demokratie“, wie Präsident Woodrow Wilson schon sagte. (Anm. d. Red.: Es war US-Präsident Franklin D. Roosevelt, der den Begriff 1940 einführte.)

In den vergangenen 73 Jahren waren die USA ein wohlwollender Friedenswächter. Das US-Verteidigungsministerium wird Trump derzeit über das Ziel informieren, dass das US-Militär das beste Militär sein soll. Unser Militär sollte für Frieden sorgen. Ich möchte nicht schlecht über Ihr Land sprechen, aber Sie kennen ihre eigene Geschichte am besten. Wenn Sie aufrüsten, ist es in der Regel nicht gut für die Welt.“

BI: Meinen Sie Deutschland oder die EU? Das europäische Projekt garantiert immerhin seit 70 Jahren Frieden auf dem Kontinent …

Scaramucci: „Ich meine die deutsche Geschichte. Wenn Trump die EU kritisiert, meint er eigentlich Deutschland. Wenn Deutschland aufrüstet, ist das nicht gut für die Welt. Darauf reagiert Trump — vielleicht reagiert Merkel auch nur auf die scharfe Rhetorik von Trump. Deshalb habe ich auch schon öffentlich gesagt: Wir müssen alle unsere Rhetorik zurückschrauben.“

BI: Damit müsste jedoch Trump anfangen. Die Gespräche über eine europäische Armee sind die direkte Antwort auf seine Handlungen und Äußerungen.

Scaramucci: „Das sage ich ja. Merkels Rhetorik ist eine Antwort auf die von Trump.“

BI: Es gibt Stimmen, die behaupten, eine europäische Armee, angeführt von Kräften wie Frankreich und Deutschland, ist am Ende genau das, was Trump will: Ein Europa, das auf eigenen Füßen steht.

Scaramucci: „Ich kann nicht für Trump sprechen, aber ich glaube nicht, dass er das möchte. Er will vielmehr, dass sich alle an das Zwei-Prozent-Ziel der Nato halten. Das Problem dabei ist, dass Trump mit seiner scharfen Rhetorik andere Politiker in eine schwierige Position bringt. Sie müssen auch Stärke zeigen und ihr Land verteidigen.

Gleichzeitig ist klar: Ihr betrügt eure Geschichte, wenn ihr jetzt nach sieben Jahrzehnten des Friedens aufrüstet. Wenn die Eliten abgeschottet agieren, vergessen sie dabei die Mittel- und Unterschichten. Von diesem Prozess ist Präsident Trump und auch der Brexit ein Nebenprodukt.“

BI: Der erste Nato-Generalsekretär sagte, es sei Aufgabe der Nato, die Russen draußen zu halten, die US-Amerikaner drinnen und die Deutschen unten. Welche Rolle spielen die USA heute in der westlichen Gemeinschaft?

Scaramucci: „Ich glaube, die Nato hat eine Evolution durchlaufen. Sie wird sich zunehmend damit beschäftigen, radikalen Terrorismus zu bekämpfen. Die Nato ist in unserer Gesellschaft das Gegengewicht zu Russland. Russland hat eine sehr große Armee im Vergleich zur Wirtschaftsleistung des Landes. Wir brauchen ein Gleichgewicht der Macht, um Frieden zu bewahren. Ich würde es begrüßen, wenn der Präsident in seiner Rhetorik zurückfährt und erkennt, dass diese Architektur in den vergangenen 75 Jahren funktioniert hat. Es gibt keinen Grund, warum sie mit ein paar kleinen Veränderungen nicht auch die kommenden 75 Jahre bestehen kann.“

BI: Die Frage war eigentlich nicht nur auf die Nato bezogen, sondern auf die westliche Wertegemeinschaft im Allgemeinen…

Scaramucci: „Jetzt deuten Sie an, dass dem Präsidenten diese westlichen Werte nicht gefallen. Seine Rhetorik mag aggressiv sein, aber er hat nie gegen diese Werte gehandelt. Wenn er etwas Nettes über Putin sagt, widerspricht das nicht gleich westlichen Werten. Er weiß sehr wohl, dass die einzige existentielle Bedrohung des Westens ein nuklearer Schlag der Russen wäre. Also versucht er, die Spannungen zu reduzieren. Ich verstehe nicht, weshalb so eine große Sache darum gemacht wird. Das wurde völlig politisiert.“

BI: Was verstehen die US-Amerikaner an Trump, das die Europäer nicht verstehen?

Scaramucci: „Trump ist in Europa beliebter, als Sie glauben. Im Vereinigten Königreich etwa hat er eine Zustimmungsrate von 50 Prozent. (Anm. d. Red.: Eine repräsentative Yougov-Umfrage von Mai bis Oktober 2018 zeigte, dass Trump von lediglich 20 Prozent der befragten Briten positiv wahrgenommen wird. Andere Umfragen zeigen ähnliche Ergebnisse.) Es sind aber eure Eliten, die ihn hassen. Sie hassen ihn, weil sie glauben, dass er die USA abschotten will und eine Abkehr vom Multilateralismus der Nachkriegszeit einführt.“

BI: Und das stimmt nicht?

Scaramucci: „Nein. Er versucht, mit der Welt in Kontakt zu bleiben, das wurde bislang jedoch nicht ausreichend kommuniziert. Er will eine Verbesserung der Lebensstandards der unteren und mittleren Einkommensschichten in den USA — das ist seine Priorität. Dabei kann er aber mit der Welt in Kontakt bleiben.

Anthony Scaramucci im Weißen Haus, Juli 2017.

Seine innenpolitische Strategie wird häufig unterschätzt. Man darf nicht vergessen: So sehr die Eliten Trump hassen, so sehr hasst das normale Volk die Eliten. (Anm. d. Red.: Scaramucci besteht darauf, mit diesem Satz zitiert zu werden — er wiederholt ihn, um sicherzugehen, dass wir mitschreiben.) Wenn Sie seine Rhetorik also nicht verstehen, ist das nicht schlimm. Seine Wähler erreicht er allemal.“

BI: … und spaltet gleichzeitig das Land.

Scaramucci: „Daran besteht gar kein Zweifel. Deshalb spreche ich mich auch offen gegen seine Rhetorik aus. Er hat einen guten Instinkt, was politische Themen angeht und kann dadurch Dinge maßgeblich beeinflussen. Das jedoch auch nur, wenn er einen Schritt zurückgeht und die Interessen der Eliten mit den Bedürfnissen des normalen Volkes verbindet.“ 

BI: Dabei schwingt Ironie mit: Als Milliardär ist Trump doch selbst Teil der Elite …

Scaramucci: „Wenn man Trump schlagen will, muss man verstehen, was dazu geführt hat, dass er gewonnen hat. Die Ironie ist doch, dass er als Vertreter der Elite die Verbindung zur Arbeiterschicht gefunden hat. Er hat gesehen, dass es seit 35 bis 40 Jahren keine Interessensvertretung aus Washington für die Unter- und Mittelschicht gegeben hat. Sie wollten die Polkappen und die Delfine retten, aber haben sich gleichzeitig nicht mehr um die Menschen im eigenen Land gekümmert. Nur die Reichen haben dabei noch Steuererleichterungen bekommen.

Wie die Politiker und die Regierung das begründen, ist egal. Wichtig ist doch, wie das beim Volk ankam.“

BI: Ist Trump eine moralische Autorität?

Scaramucci: „Seine Rhetorik würde dagegensprechen, aber in seinen Handlungen hat Trump nicht gezeigt, dass er keine moralische Autorität ist. Er hat in den vergangenen 20 Monaten nichts Unmoralisches getan.“

BI: Kinder von ihren Eltern an der Grenze zu Mexiko zu trennen, ist nicht unmoralisch?

Scaramucci: „Das müssen wir analysieren: Die Richtlinie dahinter kommt noch von der Obama-Regierung. Das wurde schon 2014 gemacht und unter Obama wurden mehr als zwei Millionen Menschen abgeschoben …“

BI: Obama hat aber anders als die jetzige Regierung nie angeordnet, massenweise Kinder von ihren Eltern zu trennen…

Das Bild ging um die Welt Eine zweijährige weint an der US Grenze, 12. Juni 2018.Scaramucci: „Sie mögen ihre eigene Geschichte besser kennen als ich, aber die US-Geschichte kenne ich besser als Sie. Es gab unter Obama einen Zeitraum von sechs Monaten, in denen Frauen von ihren Kindern getrennt wurden. Dann hat die Obama-Regierung eingesehen, dass das eine schlechte Strategie war und schlimme Folgen hat. Daraufhin haben sie es geändert. Fakt ist: Die entsprechende Richtlinie kam zu 100 Prozent von Präsident Obama. (Anm. d. Red.: Das renommierte Faktencheckportal „factcheck.org“ der University of Pennsylvania nannte diese von Trump-Anhängern verbreitete Argumentation in einer Recherche ‚irreführend‘. Experten zufolge sei es unter früheren Regierungen zwar zu Trennungen von Kindern und Eltern gekommen, jedoch ‚gab es keine generelle Richtlinie, um Eltern zu strafrechtlich zu verfolgen und sie von ihren Kindern zu trennen.‘)

John Kelly (Anm. d. Red.: ehemaliger US-Heimatschutzminister und derzeit Stabschef des Weißen Hauses) hat die Maßnahme später wieder in Kraft gesetzt. Als daraus ein internationaler Skandal wurde, als sich auch das Weiße Haus damit befasste, brauchte es nur vier Tage, um die Richtlinie wieder zu kippen. Ich distanziere mich klar von dieser Richtlinie. Ich habe mich sofort dagegen ausgesprochen, als bekannt wurde, welche Auswirkungen sie hat.“

BI: Sie haben die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen einen ‚widerhallenden Sieg für Trump‘ genannt. Dabei haben die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückgewonnen …

Scaramucci: „Trump wird 2020 die Präsidentschaftswahl wieder gewinnen. Historisch gehen die Zwischenwahlen immer an die Oppositionspartei. Obama hat vor vier Jahren 63 Sitze verloren, Trump in diesem Jahr im schlimmsten Fall 38. Ganz wichtig für Trump war, in Ohio und Florida den Gouverneurssitz zu gewinnen. Das sind Staaten, die 2020 wichtig für ihn sein werden.“

BI: Dazu muss er allerdings auch Michigan, Wisconsin und Pennsylvania gewinnen — und die Staaten gingen sowohl bei Senats- als auch bei den Gouverneurswahlen an die Demokraten.

Scaramucci: „Das sehe ich ein, aber mir machen die Frauen aus den Vororten mehr Sorgen. Trotzdem bin ich sicher, dass er bei einer wachsenden Wirtschaft und zwei Milliarden US-Dollar an Wahlkampffinanzen gewinnt. Dafür muss er aber die Frauen aus den Vororten in der Partei halten können.“

BI: Wie wird er das angehen?

Scaramucci: „Ich versuche hier, eine ausgeglichene Einschätzung zu geben. Ich kann nur beobachten und analysieren. Vielleicht sollte er seine Rhetorik etwas zurückfahren und Twitter strategischer nutzen. Ich glaube auch nicht, dass ein Krieg mit den Medien hilft.“

BI: Sind Sie besorgt über die Wiederwahl-Chancen?

Scaramucci: „Nein, bin ich nicht. Er wird mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt werden. Er ist verantwortlich für eine wachsende Wirtschaft und hat zwei Milliarden Dollar in seiner Kriegskasse. Es ist sehr schwer, einen amtierenden Präsidenten in einer florierenden Wirtschaft abzulösen. Falls etwas Katastrophales passieren sollte, an das wir gerade noch gar nicht denken und wir in eine Rezession stürzen, sieht es vielleicht anders aus. Aber ich sehe nicht, dass sich etwas Derartiges abzeichnet. Ich bin Handelsökonom. Die Steuererleichterungen, die eingeführt wurden, sind sehr stimulativ und ich denke, sie werden ihm bis zur Wiederwahl 2020 Rückenwind verleihen.“

BI: Wer bei den Demokraten hätte überhaupt eine Chance, Trump zu besiegen?

Scaramucci: „Ich kann bei ihnen niemanden entdecken, der es mit Trumps präsidialer Politik aufnehmen könnte. Er hat einen einzigartigen Debattenstil, er hat eine einzigartige Herangehensweise an die Präsidentschaft und seine Wahlkampagnen sind ebenso einzigartig. Gerade sehe ich niemanden, der seinen Angriffen gewachsen ist.”

BI: Es muss doch jemanden geben, der Trump irgendwie gefährlich werden kann.

Scaramucci: „Ich habe mir die Liste potentieller Kandidaten angeschaut und musste lachen. Keiner von ihnen ist ihm gewachsen. Sie steigen in den Ring mit dem Präsidenten. Er trägt den schwarzen Gürtel.“

BI: Was ist mit Bernie Sanders oder Elizabeth Warren, US-Senatorin aus Massachusetts?

Scaramucci: „Sanders ist wahrscheinlich der Interessantere der beiden. Ich habe in meinem Buch geschrieben, dass er viel eher als jeder andere verstanden hatte, was vor der Wahl 2016 passierte. Es gab nur zwei Kandidaten, die das Dilemma der Politik erkannte hatten und das waren Trump und Sanders.“

BI: Könnte Sanders Trump gefährlich werden?

Scaramucci: „Er wäre noch der Beste aus der Truppe, aber er wäre keine Bedrohung für Trump. Wir leben in einem Mitte-Rechts-Land. Die USA ist in den meisten Angelegenheiten dort verortet. Nur in sozialen Fragen ist es ein Mitte-Links-Land. Trump greift diese sozialen Fragen nicht an, der Supreme Court auch nicht. Also wird er wiedergewählt werden.“

BI: Vor ein paar Tagen schrieb der Ex-Berater der Clintons in einem Gastbeitrag im ‚Wall Street Journal‘, er glaube, dass Clinton noch einmal antreten wird. Wie würde Trump darauf reagieren?

Scaramucci: „Ich glaube, Clinton wird mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit wieder antreten. Der Berater schrieb auch, dass sie dann nominiert werden wird. Ich schließe das ebenfalls nicht aus. Ich glaube, die Clintons haben immer noch eine starke Basis bei den Demokraten. Ihre Botschaft wird sein, dass sie nach Anzahl der Stimmen gegen Trump gewonnen hat und dass sie die beste Gegenspielerin wäre.“

BI: Falls Clinton noch einmal antritt, hat Trump dann überhaupt noch Munition? Oder hat er sein Pulver schon verschossen?

Scaramucci: „Ich glaube, es gibt unbegrenzt viel Munition. Ich glaube, Trump kann die Naturgesetze außer Kraft setzen, wenn es um das Beschaffen neuer Munition geht.“

BI: Wenn Sie Geld darauf wetten müssten, wer als nächster das Weiße Haus verlässt, auf wen würden Sie setzen?

Scaramucci: „Es gibt fünf Personen, die dort bleiben werden: Der Präsident, der Vize-Präsident, die First Lady, Jared Kushner und Ivanka Trump. Jeder andere ist ersetzbar. Ich sagte damals schon, dass ich auch damit leben könnte, nur einen Tag im Amt zu sein. Es wurden dann elf. Das ist auch in Ordnung. Aber es gibt etwas, das ich am Weißen Haus nicht mag. Da sind einige Leute, die dort nichts verloren haben. Wenn sie den Präsidenten nicht ausstehen können, dann sollten sie gehen. Der feige anonyme Brief an die ‚New York Times‘ bestätigt nur noch einmal, was alle in unserem Land an diesem Sumpf in Washington hassen.“

Trump im Weißen Haus, Februar 2017.

BI: Haben Sie einen Verdacht, wer den Brief geschrieben hat?

Scaramucci: „Nein, aber es muss einer der höherrangigen Personen gewesen sein.“

BI: Es gibt Gerüchte, dass Stabschef John Kelly bald gehen muss, also der Mann, der Sie entlassen hat. Feiern Sie dann eine Party? 

Scaramucci: „Nein. Ich denke aber, dass er ein schlechter Stabschef ist. Er mag den Präsidenten nicht und hat der Moral der Mitarbeiter im Weißen Haus geschadet. Er hat es mit einer sprunghaften Attitüde geleitet, die dem Präsidenten nicht gerade geholfen hat. Er ist anscheinend der Falsche für den Job. Mir ist es aber gleichgültig, ob er bleibt oder geht.“

BI: Würden Sie jemals wieder für den Präsidenten arbeiten, wenn er Sie darum bitten würde?

Scaramucci: „Erstens wird mich der Präsident das niemals fragen. Zweitens ist es mein Hauptziel, verheiratet zu bleiben und mein Unternehmen zu leiten. Beides hat stark darunter gelitten, als ich für den Präsidenten gearbeitet habe (Anm. d. Red.: Kurz nach Scaramuccis Amtsantritt als Kommunikationschef reichte seine Frau die Scheidung ein, widerrief das jedoch ein paar Monate später.). Ich bin eigentlich nur aus Versehen in der Politik gelandet. Eigentlich bin ich seit 30 Jahren Geschäftsmann. Dann kandidierte einer meiner Freunde für das Präsidentenamt und ich half ihm. Das war alles.“

BI: Sie haben immer wieder ihre Loyalität zu Trump betont. Was müsste passieren, damit Sie sich öffentlich von ihm distanzieren?

Scaramucci: „Es gibt da ein Sprichwort: ‚Du wirst es wissen, wenn du es siehst‘. Bislang hat Trump noch nichts getan, was mich dazu bewegen würde. Aber wenn etwas passiert und er etwas Abscheuliches tut, das den USA oder der Welt nicht guttut, dann würde ich mich dagegen aussprechen. Das hat er bislang nicht getan.“

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